Was hat das alles mit Jesus nun mit mir zu tun?

Ok, sagst du nun: Jesus hat also wirklich gelebt, er ist tatsächlich auferstanden, er war wirklich göttlicher Natur und somit hatte er logischerweise auch den größten Einfluß auf die Welt, den jemals ein Mensch hatte, aber was hat das alles mit mir zu tun?

Vielleicht fragst du dich gerade dies: was soll ich nun mit Jesus anfangen, was soll ich tun?

Wie ist das also mit unserem Leben? Was bedeutet das alles für uns Menschen? Und dann natürlich auch letztlich genau für dich der du das jetzt gerade liest. :-)

1. Unser Leben ist begrenzt durch den Tod. Das ist jetzt sicherlich keine Neuigkeit für dich, klar, das dürfte eigentlich auch dem größten Ignoranten klar sein, dass wir endliche, sterbliche Wesen sind.

2. Wir sehnen uns aber alle nach der Unendlichkeit, nach ewigem Leben. Wenn du das nicht glaubst, dass jeder Mensch sich nach ewigem Leben sehnt (ok, fast jeder, es mag wenige Ausnahmen geben, es ist aber nicht sehr wahrscheinlich, dass gerade du dazu gehörst ;-)), dann schau dir mal die Umsätze der Kosmetikbranche an, oder die gewaltigen Aufwendungen und Anstrengungen, die gemacht werden um die lebensverlängernde Medizin voranzutreiben (z.B. unterstützt auch die größte Stiftung der Welt, die Bill und Melinda Gates Stiftung, weltweite medizinische Projekte). Ich bin sicher, wenn es einst doch gelingen sollte, das Genreparatursystem und die Proteinstabilität medikamentös so zu verbessern1, so dass es dadurch also möglich würde z.B. so alt wie ein Baum zu werden, also über 1.000 Jahre alt2, dann würde sich der Hersteller des Genstabilisierungsmedikaments wohl vor Bestellungen kaum mehr retten können.
=> Das zeigt die unbändige Sehnsucht nach Leben, nach möglichst langem Leben, am besten nach ewigem, unendlichem Leben in uns allen.

3. Diese Unendlichkeit können wir jedoch nicht ohne den unendlichen Gott erreichen (auch mit diesem Genstabilisierungsmedikament müssten wir doch noch irgendwann sterben - so wie auch Bäume nicht unendlich alt werden können), nur durch den Lebenserschaffer und in Jesus -überwinder (seine Auferstehung aus den Toten zeigte diese den Tod überwindende Macht Gottes) können wir ewiges Leben erreichen. Durch eigene menschliche Anstrengung, etc. ist es unmöglich den alles besiegenden Tod zu besiegen. Welche Fortschritte die Medizin in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten auch gemacht hatte, so ist es doch, menschlich gesehen, völlig unmöglich ewiges, unendliches Leben zu ermöglichen.

4. Wie jedoch kann ich in die, den Tod überwindende, Auferstehungskraft Jesu mit hinein genommen werden, so dass ich ewiges Leben erlangen kann? Wie kann ich durch Gott dieses ewige Leben erlangen? Das ist die alles entscheidende Frage auf die die Bibel eine Antwort gibt.
Denn es gibt leider (laut Bibel) andererseits auch die ewige Strafe, die Hölle, das Fernsein vom ewigen Leben. Ich wünschte (wie du wahrscheinlich auch), es wäre ein Automatismus, so dass niemand, kein Mensch jemals dieses furchtbar Schreckliche erleiden muss (selbst meinem ärgsten Feind wünsche ich dies nicht). Aber es ist wie beim Bergsteigen, oder Fallschirmspringen: ich wünsche mir auch, dass niemals Bergsteiger oder Fallschirmspringer abstürzen, die traurige Tatsache ist jedoch, dass es jedes Jahr in diesen Sportarten tödliche Unfälle gibt, so dass selbst sehr geübte Sportler abstürzen und sterben (siehe z.B. Statistiken3)... es sind unsere Wünsche hier also unerheblich: auch wenn wir uns den 'Ewiges Leben Automatismus' noch so sehr wünschen mögen - denn Jesus teilte damals seinen Jüngern (und damit durch sie auch uns) die Tatsache mit, dass es eine Scheidung zwischen ewigem Leben und ewiger Strafe geben wird:
"Als er aber auf dem Ölberg saß, traten seine Jünger für sich allein zu ihm und sprachen: 'Sage uns, was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende der Welt?' Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: [...] 'Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zur Linken. Dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, Gesegnete meines Vaters, erbt das Reich, das euch bereitet ist von Grundlegung der Welt an! [...]
Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! [...]
... diese [die Ungerechten nach dem jüngsten Gericht] werden hingehen zur ewigen Strafe4, die Gerechten aber in das ewige Leben4.'" Mt 24,3-4a + 25,33-34 + 25,41 + 25,46 => D.h. also es gibt, laut Jesus, ein ewiges Leben, aber leider auch ein ewiges Verderben... und Jesus als der Sohn Gottes ist m. E. die einzige Autorität, die auf diesem Gebiet wirklich Bescheid weiß, denn er ist der Einzige, der bereits selbst in der ewigen jenseitigen Welt war und dort selbst alles miterlebt hat und deshalb genau weiß wovon er spricht5 (im Ggs. zu vielen anderen selbsternannten Propheten) ...

4.1. Die erste Aussage der Bibel zur Frage, wie ich ewiges Leben erlangen kann ist, dass wir in unserer "Normalform" (also so wie wir uns nach unserer Geburt eben "normalerweise" entwickeln) das ewige Leben nicht automatisch erreichen werden: nämlich weil wir alle Sünder sind, denn wir haben doch alle vielfach in Worten und Taten gesündigt (oder denkst gerade Du, lieber Leser, dass du noch nie gesündigt hast, dass du durch deine Taten gerecht vor Gott da stehst? Ich, jedenfalls, kann das von mir wirklich nicht behaupten). Selbst Paulus schrieb dazu an die christliche Gemeinde in Rom: Alle haben gesündigt (und schloss auch sich selbst mit ein):

"... alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes ..." Röm 3,23

=> Wenn also selbst Paulus, der zwar früher als Saulus ein Verfolger der Christen war, der jedoch sein späteres Leben völlig konsequent und aufopferungsvoll in den Dienst Gottes und der Menschen gestellt hatte, sagen muss: Wir alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit (also das ewige Leben): dann haben offensichtlich auch seine späteren guten Werke nicht ausgereicht um seine früheren bösen Taten zu kompensieren und ihn als gerecht vor Gott dastehen zu lassen. Denn wer von uns kann sich in seiner Konsequenz schon mit Paulus vergleichen?
=> Dann schaffen wir es also auch nicht uns durch unsere guten Taten vor Gott zu rechtfertigen...

4.2. Wie können wir nun gerechtfertigt werden, also vor Gott bestehen? => Dazu ist die Vergebung der Sünden notwendig, dazu schrieb Paulus:
"In ihm haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden." Kol 1,14
Und: "In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade..." Eph 1,7

=> Wen meint Paulus mit "ihm"?
"Die Erlösung durch sein Blut" macht es klar: damit ist Jesus Christus gemeint, er ist der, der am Kreuz gestorben ist und durch sein dort vergossenes Blut die Erlösung des Menschen ermöglicht hat.

Jesus ist Gott und er ist sündlos und von ihm heißt es dazu:

"21 [...] Christus hat [...] für euch gelitten und hat euch damit ein Beispiel hinterlassen. Tretet in seine Fußstapfen und folgt ihm auf dem Weg, den er euch vorangegangen ist -
22 er, der keine Sünde beging und über dessen Lippen nie ein unwahres Wort kam;
23 er, der nicht mit Beschimpfungen reagierte, als er beschimpft wurde, und nicht ´mit Vergeltung` drohte, als er leiden musste, sondern seine Sache dem übergab, der ein gerechter Richter ist;" 1. Petrus 2,21-23

Und: "Weil wir nun einen großen Hohen Priester haben, der alle Himmel bis zum Thron des Höchsten durchschritten hat - Jesus, den Sohn Gottes -, lasst uns am Bekenntnis zu ihm festhalten! Dieser Hohe Priester versteht unsere Schwächen, weil ihm die gleichen Versuchungen begegnet sind wie uns - aber er blieb ohne Sünde." Heb 4,15+15

Auch im Koran ist Jesus übrigens sündlos:
"Er [Engel Gabriel] sagte [zu Maria]: >(Du brauchst keine Angst vor mir zu haben.) Ich bin doch der Gesandte deines Herrn. (Ich bin von ihm zu dir geschickt) um dir einen lauteren [andere übersetzen: reinen/heiligen] Jungen zu schenken.<" Sure 19,196

4.3. Es braucht also etwas von Gott kommendes, das uns entsündigt, d.h. von unseren Sünden reinigt, und das kann nicht vom Menschen selbst kommen: die Erlösung, die eine von Gott gewirkte Neuschöpfung des Menschen ist. Die Bibel nennt dies auch Wiedergeburt (z.B. spricht Jesus im Gespräch mit Nikodemus in Joh 3 über dieses Thema), so dass der alte sündige Mensch in uns abstirbt und in uns ein neuer Mensch, der dann fähig ist zum ewigen Leben, aufersteht.

"Jesus [...] sprach zu ihm [Nikodemus]: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen." Joh 3,3 => Ohne diese Wiedergeburt kann man also nicht in das ewige Leben eingehen.

Wie kommt es aber zu dieser Wiedergeburt ins ewige Leben hinein?

4.4. Diese kommt durch keinen anderen als durch den sündlosen Fürsten des Lebens, durch den Überwinder des Todes, durch den auferstandenen Jesus Christus, der Mensch und Gott zugleich ist.

Er sagte z.B.:

"Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte [als Rettungszeichen, wer sie anschaute wurde vom Tode errettet, siehe: 4.Mose 21,4-9], so muß der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe.
Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn errettet werde.
Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes." Joh 3,14-18

"Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen;
und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt." Joh 5,39-40

"Denn dies ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag." Joh 6,40<

"Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, hat ewiges Leben." Joh 6,47

"Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir;  
und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben." Joh 10,27-28

"Ich lebe und ihr werdet auch leben!" Joh 14,19

"Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige, und ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle." Offb 1,17-18

=> Jesus sagt damit insgesamt: "Ohne mich könnt ihr nichts tun!" (Joh 15,5) => Und so sagt er: Ich selbst in meiner Person bin das Leben. Ich schenke das Leben, durch mich fließt das Leben zu euch, ohne mich könnt ihr dauerhaft kein Leben in euch haben!

4.5. Wie kann ich mir aber nun das dauerhafte, das ewige Leben, das in Jesus ist, aneignen? Was sagt hier die Bibel?

Paulus schrieb zu dieser Frage:
Röm 10,9-13
9 daß, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat , du errettet werden wirst.
10 Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil.
11 Denn die Schrift sagt: "Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden."
12 Denn es ist kein Unterschied zwischen Jude und Grieche, denn er ist Herr über alle, und er ist reich für alle, die ihn anrufen;
13 "denn jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden."

4.5.1. => Es ist also wichtig, dass ich zuerst Jesus als Herr (an-)erkenne. Herr (griech. κυριοσ - kyrios) ist von griech. κυροσ (kyros - Gewalt, Macht) abgeleitet und bedeutet Herr, Herrscher7. Das meint letztlich: dass ich ihn als den Herrn aller Herrn (Ps 136,3; Offb 19,16 => Jesus wird in der Offb mit einem göttlichen Titel des AT, des Psalters, als König aller Könige und Herr aller Herren bezeichnet), als Gott, der Mensch geworden ist, und damit dann auch als Gott bekenne, d.h. dass ich ihm, da er ja Gott ist und alles so viel besser weiß als ich, mein Leben ganz unterordne, dass ich ihn meinen Herr und Meister sein lasse, so dass er von nun an darin schalten und walten kann, wie er will. Das wird mir umso besser gelingen, je mehr ich erkenne, dass er nicht nur Gott, sondern auch ein guter Vater ist, nämlich mein Vater, der mich wirklich liebt, mich gewollt hat, mich erschaffen hat und wirklich mein Allerbestes will. Je mehr ich Jesus und seiner echten Liebe zu mir (der diese Vaterliebe widerspiegelt) vertrauen kann, desto leichter wird es mir fallen, ihm mein Leben vorbehaltlos anzuvertrauen und ihm dann auch seine Wünsche von den Augen abzulesen, so dass ich es dann auch von Herzen gern tue, was er möchte (und somit nicht in einem sklavischen, zähneknirschenden Kadavergehorsam handle).

4.5.2. => Dann ist es auch wichtig, an Jesus zu glauben. Was heißt das?
Glauben bedeutet, Jesus zu vertrauen, dass er wirklich der ist, der zu sein er behauptet, nämlich der "ich bin, der ich bin" (2. Mose 3,14: Gott stellt sich Mose mit diesem Namen vor - siehe dazu auch z.B. die Ich bin Worte Jesu): also Gott in menschlicher Gestalt, dass er wirklich nicht nur irgendwie vergeistigt theoretisch, sondern ganz praktisch der Überwinder des Todes ist. Er wurde gekreuzigt und war dann wirklich tot, denn die Römer verstanden ihr "Handwerk" sehr gut, wie es viele Quellen z.B. Josephus, etc. und archäologische Funde belegen, und wurde dann physisch wieder von den Toten auferweckt. Jesus begegnete ihnen nach seiner Auferstehung physisch tastbar und aß z.B. vor ihnen Fisch, Lk 24,36-43. Sein Grab war nach seiner Auferweckung, als er es verlassen hatte, wirklich leer.

=> Wenn du also einst auch in Todesnot (es kann auch eine andere schwere Not sein) kommen wirst (und das wird früher oder später bei jedem geschehen), dann rufe den Herrn an, dann schreie zu Jesus Christus.

4.5.3. ==> Denn jeder (im Griechischen steht hier in Römer 10,13 tatsächlich jeder: πάς - es ist nicht nur ein Füllwort einer Übersetzung), der den Herrn, also Jesus anrufen wird, der wird errettet werden, denn dies kann nur im Glauben (oder man kann auch sagen: im Vertrauen) an ihn geschehen. Wenn ich nicht an ihn glaube/ihm nicht vertraue, dann werde ich ihn in meiner Not auch nicht anrufen, nicht von Herzen zu ihm schreien. So also wird dir dann Jesus das ewige Leben schenken, weil er es dir erworben hat, wenn du ihn anrufst, wenn du zu Jesus um Hilfe schreist. Er tut dies dann nicht, weil du es dir verdient hättest, sondern weil er alles verdient hat und es dir schenkt. Die Bibel nennt dieses Geschenk der Gerechtsprechung eines Ungerechten, (auch Rechtfertigung eines Sünders aus Glauben genannt) an Jesus: Gnade.

===>So wird dann die Gerechtigkeit Jesu, wie Paulus es in Röm 10 behandelte, uns durch ein unglaubliches Gnadengeschenk zugerechnet (ohne, dass wir es irgendwie verdient hätten oder dafür überhaupt würdig wären): Jesus der völlig sündlos, also völlig perfekt, völlig gerecht war wird zu unserer Gerechtigkeit: wir werden dadurch gerecht vor Gott (weil wir mit Jesu Gerechtigkeit bekleidet werden)!

Denn...
21 ... jetzt hat Gott - unabhängig vom Gesetz, aber in Übereinstimmung mit den Aussagen des Gesetzes und der Propheten - seine Gerechtigkeit sichtbar werden lassen. 22 Es ist eine Gerechtigkeit, deren Grundlage der Glaube an Jesus Christus ist und die allen zugute kommt, die glauben. Dabei macht es keinen Unterschied, ´ob jemand Jude oder Nichtjude ist,`
23 denn alle haben gesündigt, und in ihrem Leben kommt Gottes Herrlichkeit nicht mehr zum Ausdruck,
24 und dass sie für gerecht erklärt werden, beruht auf seiner Gnade. Es ist sein freies Geschenk aufgrund der Erlösung durch Jesus Christus.
25 Ihn hat Gott vor den Augen aller Welt zum Sühneopfer für unsere Schuld gemacht. Durch sein Blut, das er vergossen hat, ist die Sühne geschehen, und durch den Glauben kommt sie uns zugute. Damit hat Gott unter Beweis gestellt, dass er gerecht gehandelt hatte, als er die bis dahin begangenen Verfehlungen der Menschen ungestraft ließ.
26 Wenn er Nachsicht übte, geschah das im Hinblick auf das Sühneopfer Jesu. Durch dieses hat er jetzt, in unserer Zeit, seine Gerechtigkeit unter Beweis gestellt; er hat gezeigt, dass er gerecht ist, wenn er den für gerecht erklärt, der sein ganzes Vertrauen auf Jesus setzt. (Röm 3,21-26)

5. Wie kann diese Wiedergeburt, diese Rettung und Unwandlung durch Jesus in sein neues Reich, ins ewige Leben hinein, nun ganz praktisch aussehen?

=> z..B. so: Als Jesus am Kreuz hing, da hingen auch zwei Verbrecher mit ihm jeweils an einem Kreuz. Der eine verspottete ihn, aber der andere nicht. Er bittete Jesus an ihn zu denken... und damit auch darum, dass Jesus ihn in sein Reich mit hinein nimmt:

Lk 23,39-43
39 Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn: Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und auch uns!
40 Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen.
41 Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan.
42 Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst.
43 Jesus antwortete ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.

=> Das hört sich nun sehr einfach an, das Gebet. Aber das zeigt, dass es Jesus nicht auf die richtigen, perfekt formulierten Worte, sondern auf die Haltung des Herzens ankommt... Er schaut das Herz dessen an, der betet (1. Samuel 16,7).

Dieses Hören Jesu auf den Schrei des Herzens eines sich in Not befindlichen Menschen, wird auch in der Geschichte des blinden Bartimäus deutlich, der nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich umgewandelt (geheilt) wurde:

Mk 10,46-52
Die Heilung des blinden Bartimäus
46 Sie kamen nach Jericho. Als Jesus mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge von dort weiterzog, saß ein blinder Bettler am Straßenrand, Bartimäus, der Sohn des Timäus.
47 Er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, der vorbeikam. Da fing er an zu schreien: »Jesus, du Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!«
48 Von allen Seiten fuhr man ihn an, er solle still sein. Doch er schrie nur umso lauter: »Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!«
49 Und Jesus blieb stehen [übrigens m. E. eine der schönsten Stellen in der Bibel: Und Jesus blieb stehen! Er bleibt auch vor dir stehen, wenn du von Herzen zu ihm rufst!] und sagte: »Ruft ihn her!« Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: »Hab nur Mut! Steh auf, er ruft dich!«
50 Da warf der Mann seinen Mantel ab, sprang auf und kam zu Jesus.
51 »Was möchtest du von mir?«, fragte Jesus. »Rabbuni«, antwortete der Blinde, »ich möchte sehen können!«
52 Da sagte Jesus zu ihm: »Geh nur! Dein Glaube hat dir geholfen.« Im selben Augenblick konnte der Mann sehen. Nun schloss er sich Jesus an und folgte ihm auf seinem Weg.

=> Ein weiteres aktuelles Beispiel aus unserer heutigen Zeit, wie ein Mensch durch Jesus umgewandelt wurde, ist der Bericht Ian McCormacks, der nach Stichen von mehreren hochgiftigen Quallen starb und in höchster Not zu Gott rief, worauf ihm dann Jesus begegnete...


==> Wenn du nun dazu noch Fragen hast, darfst du mir gerne schreiben: adelphos@web.de

Fussnoten:

1 Z.B. lebt der Nacktmull um ein vielfaches länger als alle anderen ähnlichen Nagetiere, weil er offensichtlich ein besseres Genreparatursystem und und eine bessere Proteinstabilität besitzt als diese. Forschern ist es bereits gelungen bei Mäusen den Alterungsprozess medikamentös zu bremsen.

2Z.B. Olivenbäume können sehr alt werden. Als wir 2005 in Israel waren, hatte ich diese Olivenbäume fotografiert. Sie stehen im Kidrontal und sind ca. 2000 Jahre alt, sie standen also möglicherweise schon als Jesus hier mit seinen Jüngern durchzog um zum Ölberg und damit nach Gethsemane zu gelangen (Mk 14,26-32).

Über Menschen zu Zeiten Noahs wird in der Bibel berichtet, dass sie ein Alter von bis zu 1000 Jahren erreichen konnten. Wenn man von einer genetischen Degeneration ausgeht (z.B. verursacht durch erhöhte Weltaumstrahlung) erscheint mir das nicht unmöglich, denn wenn sich die menschlichen Zellen immer wieder erneuern würden (wie die pflanzlichen) und so nicht altern würden, könnten solche Alter erreicht werden. Das älteste Lebewesen der Welt ist übrigens tatsächlich ein Baum, eine Amerikanische Zitterpappel und ist ca. 80.000 Jahre alt.

3Z.B. Unfälle beim Fallschirmspringen oder Unfälle an den 8000ern, Tragische Ereignise am Himalaya

4Siehe zu "ewiger Strafe", "ewiges Leben": griech. aionios steht hier jeweils für "ewig" und es kann lt.: Theologisches Begriffslexikon zum Neuen Testament [ThBeLxNT], herausgegeben von Lothar Coenen, Erich Beyreuter und Hans Bietenhard, R. Brockhaus Verlag, 1. Sonderausgabe 1993, 9. Auflage der Gesamtauflage, Artikel "aion", S. 1457 "Äon, Lebenszeit, Weltzeit, lange Zeit, Ewigkeit" bedeuten.
Walter Bauer schreibt in seinem Wörterbuch zum Neuen Testament [BAUER], durchgesehener Nachdruck der fünften verbesserten und stark vermehrten Auflage, 1963, Begriff, aion noch klarer: "aion, onos, ho (seit Homer, auch Herm. Schr. Inschr. Pap. LXX. Hen. Philo. Joseph. Test. 12 Patr. Or. Sib.) d. Zeit - 1. lange Zeit, Ewigkeit - a. v. d. vergangenen Zeit, d. Verhangenheit, d. graue Vorzeit, die sich in der Endlosigkeit, in der Ewigkeit verlieren kann. [...] - b. v. d. zukünftigen Zeit, die, wenn sie kein Ende hat, gleichfalls den Begriff der Ewigkeit (so seit Pla. den Griechen geläufig) gewinnt;"
Da es jedoch in beiden Wendungen ("ewige Strafe" und "ewiges Leben") hier vorkommt, ist es m. E. nicht legitim zu behaupten: das Leben ist tatsächlich ewig, die Strafe jedoch nur zeitlich, so wie es manche tun um das Schreckliche einer ewigen Verlorenheit abzumildern...

5"Ihr seid von unten her, ich bin von oben her; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt" sagt Jesus dazu in Joh 8,23

6Der Koran. Übersetzung von Rudi Paret. Siebente Auflage. Stuttgart, Berlin, Köln: Verlag W. Kohlhammer, 1996. © 1979 W. Kohlhammer GmbH, S. 557
Max Henning übersetzt folgendermassen: "Er sprach: »Ich bin nur der Gesandte deines Herrn, um dir einen reinen Knaben zu bescheren.«" Max Menning, Der Koran, Reclams Universal-Bibliothek, Stuttgart, Nr. 4206, 1960, Durchgesehene und verbesserte Ausgabe, 1991, S. 292.
Und Ludwig Ullmann übersetzt: "Er erwiderte: »Ich bin von deinem Herrn gesandt, dir einen heiligen Sohn zu geben.«" Ludwig Ullmann, Der Koran, das heilige Buch des Islam, Goldmann Verlag, München, 1959, S. 246
=> Mit "Er" ist der Engel Gabriel gemeint, der zu Maria, der Mutter Jesu sprach.

7Siehe zu: "Herr", "Herrscher" z.B. [ThBeLxNT], Artikel: "κυριοσ", S. 659: "kyrios (seit Pindar belegt; Adj. zu to kyros = Gewalt, Macht) bedeutet gewaltig, mächtig; substantiviert: Herr, Herrscher; derjenige welcher (über Menschen, Dinge, sich selbst) Verfügungsgewalt hat. [...] kyrios basileus = Herr (und) König ist für die Zeit zwischen 64-50 vChr mehrfach bezeugt. Kaiser Augustus wurde 12 v. Chr. in Ägypten theos kai kyrios = Gott und Herr genannt; in Oberägypten die Königin Kandake (vgl. Apg 8,27) he kyria basilissa = die Herrin (und) Königin. Auch auf Herodes den Gr., Agrippa I., Agrippa II. wird der Titel kyrios angewandt. [...] Die röm. Kaiser Augustus und Tiberius lehnten in Übereinstimmung mit dem röm. Rechtsempfinden die orientalische Form der Monarchie ab und damit auch die Plerophorie [die überschwängliche Begeisterung/Verehrung], die mit dem kyrios Titel verbunden war. Caligula aber ließ sich den Titel kyrios gefallen. Seit Nero, der auf einer Inschrift als: ho tou pantos kosmou kyrios = Herr der ganzen Welt (Weltall) bezeichnet wir, taucht der kyrios Titel wieder häufiger auf. Einer der ältesten Belege dafür ist Apg 25,26! [Über ihn [den Gefangenen Paulus] habe ich [Statthalter Festus] dem Herrn [er meint den Kaiser und nennt ihn hier: kyrios] nichts Gewisses zu schreiben. Deshalb habe ich ihn vor euch geführt und besonders vor dich, König Agrippa [II.], damit ich, wenn die Untersuchung geschehen ist, etwas zu schreiben habe.]"
siehe zu Kyrios auch: Jesus ist der Kyrios

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